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TU Berlin

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SPIN.PRO - Strategien zur Personalentwicklung gewerblicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

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In den europäischen Industrienationen führt mangelnde Basisbildung bei erwachsenen Erwerbstätigen nicht nur in Unternehmen zu betriebswirtschaftlichen Kosten, sondern es ergeben sich auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht erhebliche Folgekosten (u.a. Wachstumsverlust in bestimmten Branchen durch mangelnde Qualifikation, Abhängigkeit von Transferleistungen).  Dies ist kein Phänomen, das allein die neuen EU-Beitrittsländer betrifft. Vielmehr ist mangelnde Basisbildung in erheblichem Umfang auch in allen westeuropäischen Ländern anzutreffen.

Hinsichtlich der volkwirtschaftlichen Auswirkungen hat eine Studie in den Niederlanden ergeben, dass pro Jahr rund 540 Mio. Euro bei Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, im Gesundheitswesen und bei der Justiz eingespart werden könnten, wenn mangelnder Basisbildung (man spricht hier oft auch von funktionalem Analphabetismus) strukturell begegnet würde [Vgl. Groot / Maassen, Universität Amsterdam 2006].

Beide Situationsbeschreibungen treffen im Kern auch für deutsche Unternehmen und die deutsche Volkswirtschaft zu. Nach den Schlussfolgerungen der Leo-Level-One-Studie aus dem Jahr 2011 liegt der Anteil von erwerbsfähigen Personen mit nicht ausreichender Basisbildung bei ca. 14%, was unter anderem bedeutet, dass diese Personengruppe über nicht ausreichende Lese- und Schreibkenntnisse verfügt, um komplexere Anforderungen am Arbeitsplatz und im alltäglichen Leben selbstständig zu meistern.

Basisbildung umfasst neben Kompetenzen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation, im Fachrechnen auch Medien- und Handlungskompetenz, die nötig sind, um auf die Veränderungen in der Arbeitswelt zu reagieren und die damit steigenden Anforderungen am Arbeitsplatz zu erfüllen. Die Anforderungen an das Qualifikationsniveau von Beschäftigten steigen nicht nur in den höher qualifizierten Berufen, sondern auch in den so genannten einfachen oder angelernten Tätigkeiten. Eine fundierte Basisbildung ist notwendiger denn je, um den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen oder den Verbleib im Arbeitsleben zu sichern und um an Angeboten der beruflichen Fort- und Weiterbildung erfolgreich teilzunehmen.

Aus- und Weiterbildung vor allem für gewerbliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist ein zentrales Instrument, um die Wertschöpfung in Unternehmen zu erhöhen, betriebliche Ressourcen optimal zu nutzen und die Beschäftigten für zukunftssichere Tätigkeiten zu qualifizieren. Auch der betriebliche Nutzen ist offensichtlich: die Unternehmen erhöhen ihre Flexibilität und Produktivität, verbessern Qualität und Kommunikation, steigern das Image und verbessern das Betriebsklima.

SPIN.PRO entwickelt mit Unternehmen in Berlin und Brandenburg Ansätze und Modelle, wie  über unternehmensinterne fachliche Fortbildungsangebote für gewerbliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Schulung benötigter Basisbildungskompetenzen in die Personalentwicklung integriert werden können.

Damit richtet sich SPIN.PRO nicht nur an Arbeitnehmer/innen, deren Basiskompetenzen nicht bzw. nicht mehr für geänderte Anforderungen am Arbeitsplatz ausreichen, sondern versucht in enger Zusammenarbeit mit Geschäftführung, Personal- und Weiterbildungsverantwortlichen sowie Arbeitnehmervertretungen Fortbildungsmodelle zu beiderseitigem Nutzen zu konzipieren und zu erproben.

SPIN.PRO …

stützt sich auch auf Modelle und Expertisen aus Österreich, der Schweiz, Norwegen, Großbritannien, Neuseeland und Australien, in denen teils seit vielen Jahren erfolgreich Programme der Workplace literacy (Basisbildung im Rahmen von beruflicher Weiterbildung) umgesetzt werden.

In SPIN.PRO kooperieren vier in den Bundesländern Berlin und Brandenburg agierende Partner:

  • die Zukunftsbau GmbH, Ausbildungsbetrieb und Anbieter beruflicher Eingliederung und Weiterbildung,
  • das Berufsförderungswerk e.V. des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V.,
  • die L.I.S.T. GmbH (Lösungen im Stadtteil – Stadtentwicklungsgesellschaft) und
  • das Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre (IBBA) der Technischen Universität Berlin.

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